AUS DEM TAGEBUCH DES E.T.V.A.

E.T.V.A.

DER BESONDERE ORT

Diese Aufzeichnungen waren nicht für fremde Augen bestimmt.

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Emils Tagebuch
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Heute habe ich ihn gefunden.

Ich bin viel länger dort geblieben, als ich eigentlich wollte.

Von außen sieht der Ort nach nichts aus.

Vielleicht gefällt er mir gerade deshalb.

Wer vorbeikommt, sieht Mauern und Türen. Mehr nicht. Niemand würde stehen bleiben und sich fragen, was sich dahinter verbergen könnte.

Ich dagegen konnte kaum aufhören hinzusehen.

Ich bin einmal um das ganze Gebäude gegangen.

Dann noch einmal.

Ich habe jeden Schritt gezählt, jede Wand betrachtet und versucht mir vorzustellen, wie viel Platz sich dahinter verbergen könnte.

Die Türen gefallen mir.

Jede führt in einen eigenen Bereich.

Das bedeutet, dass nicht alles sofort sichtbar sein muss.

Ich könnte Dinge voneinander trennen.

Etwas bauen, das erst dann einen Sinn ergibt, wenn man verstanden hat, wie die einzelnen Teile zusammengehören.

Heute hatte ich nur mein Notizbuch, ein Stück Kreide und mein Maßband dabei.

Das genügte.

Ich begann mit dem Boden.

Dann die Wände.

Dann die Tür.

Die Zahlen habe ich dreimal überprüft.

Nicht, weil ich mich verrechnet hatte.

Ich wollte nur sicher sein.

Der Raum ist nicht groß.

Aber während ich darin stand, bemerkte ich etwas:

Er muss es auch nicht sein.

Wenn jedes Teil seinen Platz bekommt, reicht er vollkommen.

Ich setzte mich auf den Boden und begann zu zeichnen.

Zuerst einen Tisch und Stühle.

An die gegenüberliegende Wand vielleicht etwas Größeres.

Etwas, das nicht nur aufbewahrt, sondern selbst Teil der Konstruktion wird.

Auf dem Heimweg musste ich die ganze Zeit daran denken.

Zum ersten Mal seit Beginn meiner Suche überlegte ich nicht mehr, wo ich bauen könnte.

Sondern nur noch, was ich dort bauen werde.

Anna wird es verstehen. Meine Schwester hat meine Ideen nie für bloße Spielerei gehalten.

Vater dagegen schon.

Vielleicht ist das besser so.

E.